Mail vom 29.07.20, 18:03 Uhr:

Hallo, guten Tag,
auch mein Sohn, der an der 3. Krebserkrankung leidet litt zudem unglaublich hart unter dem lockdown.
Er war seit des lockdown in stationärer Behandlung und wurde in dieser Zeit insgesamt 4 Mal operiert. Die letzte dieser Operationen dauerte 11 Stunden und hatte eine Letalitätsrate von 40%!!!
Trotzdem durfte nur ich als Mutter ihn stundenweise besuchen.
Geschwister, Vater sowie Großeltern und Freunde durften ihn während der gesamten Krankenhaus Aufenthalte nicht besuchen.

Durften ihm trotz seiner lebensbedrohlichen Situation verbunden mit großer Angst keinen Mut zusprechen, sich auch nach überstander OP nicht mit ihm freuen.
Für mich als Mutter war es die schlimmste Zeit meines Lebens und damit meine ich nicht nur das 11 stündige Bangen alleine auf dem Flur vor dem OP Saal.
Der dadurch entstandene psyschiche Schaden aller Beteiligten, insbesondere aber der meines Sohnes ist niemals wieder gut zu machen!

Gerne dürfen Sie unsere traurige Geschichte veröffentlichen.

Dankeschön von ganzem Herzen für Ihren wundervollen Einsatz.

…. und diesmal verbleibe ich sogar wirklich hochachtungsvoll