Mail vom 29.07.2020, 16:23 Uhr:

Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank und meinen vollen Respekt für Ihre Arbeit – viele von uns unterstützen Sie aus der Basis heraus, so gut wie jeder kann. Hier meine Erfahrungen:

Meine Tocher 12 muss außerhalb des Klassenzimmers und auf dem Schulhof Maske tragen.

Bei Anstrengungen wie Treppenlaufen, bekommt sie keine Luft. Ich bot ihr an, dafür zu sorgen, dass sie keine Maske mehr tragen muss, da meinte sie: „Das wolle sie nicht, dann ist sie ja die einzige, das wäre peinlich).

Das Fehlen der Mimik stellt sie vor Herausforderungen im sozialen Umgang, die sich kaum abschätzen lassen. Wie soll man so Gesamtgesichtsausdrücke wahrnehmen können – Freude, Leid, Trauer, Ehrlichkeit etc. Laufen doch 85 % der Kommunikation nonverbal. Ganz abzusehen bei den noch jüngeren, die laut Studien ganz sicher psychische Beeinträchtigungen (Bindungsstörungen usw) erleiden werden. Gedrillt auf Maske und Abstand wird ein soziales Miteinander Leben, wie wir es kannten, wahrscheinlich für immer beeinträchtigt bleiben oder zerstört werden.  Dies wird sich auch auf künftige Intimitäten zwischen Partnern und deren Kindern auswirken, Freundschaften usw.

Es ist so traurig zu sehen, wie kleine und kleinste Kinder draußen an der frischen Luft mit Maske herumlaufen, oder Fahrradfahren oder ähnliches. Aus lauter Angst, die sich genauso in das Unterbewusstsein einbrennen wird, wie der Abstand.

Unfassbar, unsäglich, unerträglich!

Vielen Dank und ich wünsche uns allen – viel Glück und Vernunft!

Mit besten Grüßen