Mail vom 31.07.2020, 13:48 Uhr:  von Beginn an verfolge ich Ihre und die Arbeit Ihrer Mitstreiter. Ihre erste Petition musste ich sofort unterschreiben, weil die Situation in Deutschland solch beängstigende Formen annimmt, dass man es einfach nicht glauben kann.  Ich bin bald 60 Jahre alt und alleinerziehende Mutter eines fast 22 jährigen Sohnes, der sich mitten im Studium befindet. Was Studenten in dieser Zeit erfahren, ist hahnebüchend. Allerdings schreibe ich Ihnen heute als Grundschullehrerin.

Ich arbeite an einer Grundschule und unterrichte dort Deutsch, Heimat-/Sachkunde, Mathematik, Englisch und Schulgarten (dieses Fach gibt es inzwischen nur noch in Thüringen). Außerdem beschäftige ich mich seit 30 Jahren mit alternativen Heilmethoden und bin durch eine eigene Krankengeschichte (beruflich zugefügt) ganz besonders der Lehre von Sebastian Kneipp zugetan. Daher habe ich mich auch zum Kneipp Lehrer fortgebildet und führe meine Grundschüler an diese Lebensweise heran.

Die Krankentage meiner Schüler (häufig Erkältungen, grippale Infekte, etc.) sind dadurch ganz enorm gesunken. Es gibt nur noch wenige Schüler, deren Krankentage über 10 betragen.

Als Corona auftauchte und diese unsäglichen Maßnahmen über uns hereinbrachen, traf mich das wie ein Hammerschlag. Solchen Grippeerkrankungen (auch wenn man behauptet sie wären völlig neu) kann man mit einem gestärkten Immunsystem sehr gut vorbeugen bzw. kann das Immunsystem im Falle der Erkrankung sehr gut allein bewältigen.

Die erste Frage meiner zu diesem Zeitpunkt Viertklässler war, ob sie jetzt selbst nicht krank werden aber dafür alle Leute anstecken? Sie hatten in den Nachrichten (auf allen Sendern nicht mehr vom Staatsfernsehen zu unterscheiden) gehört, dass die Kinder hochansteckend wären und selbst aber nicht/kaum erkranken würden. Persönlich mache ich mich immer über alles sofort schlau, was mir von Schulmedizin als gaaaanz schlimm verkauft werden soll. Und so kam ich direkt zur Studie von Professor Streeck. Ich bin ihm besonders dankbar, weil er mit Ruhe und Geduld, entgegen aller Anfeindungen immer wieder gegen die Panikmache der Regierung (mit Wieler, Spahn und Lauterbach an vorderster Front) gesprochen und aufgeklärt hat.

So konnte ich meine Schüler und Eltern auch von Beginn an beruhigen.

In unserer Schule wurde dann Notbetreuung und home schooling angeboten. Glücklicherweise haben wir eine sehr gute Schulleitung, die ebenfalls ruhig und besonnen agierte. Allerdings konnte auch sie sich nicht gegen den Maßnahmen Wahn wehren. So sollten Lehrer und Schüler das Gebäude nur mit Maske betreten und Lehrer im Raum die Kinder nur mit Abstand oder Maske betreuen. Dies ist von Anfang an ein Ding der Unmöglichkeit gewesen. In der Notbetreuung gab es hauptsächlich Kinder mit Förderbedarf. Diesen muss man beim Erledigen der Aufgaben helfen. Dazu gehören in hohem Maße motivierende Mimik und Gestik. Man muss deutlich zu verstehen sein. Beim Sprechen mit Maske wird man aber sehr schnell kurzatmig, besonders wenn man schon unter hohem Blutdruck, Panikattacken, o.ä. leidet (und das tun sehr viele Lehrer).

Um es kurz zu machen, sehr früh wurde ich zum „Mundschutzverweigerer“. Die Masken sollten zunächst auch im Freien getragen werden. Zu dem Zeitpunkt begann ich, mit meinen Kollegen auf’s Heftigste zu diskutieren. Frische Luft und Bewegung sind der beste Schutz gegen jeden Virus. Maske ist meiner Ansicht nach Körperverletzung, denn sie schwächt das Immunsystem und zwar relativ schnell, gerade bei Kindern.

Über viele Wochen konnte ich meine Viertklässler nur im home schooling unterrichten. Viele Eltern haben neben ihrer Arbeit auch noch die Erledigung der von mir gestellten Arbeitspläne kontrolliert. Nach Ostern, als es einfach kein Ende nehmen wollte, habe ich dann einige Unterrichtsstunden über skype gehalten. Fast alle Kinder meiner Klasse (21 von 24) haben sich beteiligt. Ich konnte deutlich sehen, wie glücklich meine Schüler waren, dass sie von Angesicht zu Angesicht miteinander und mit mir sprechen konnten. Viele Eltern saßen dabei und konnten nicht glauben, wie diszipliniert und hoch konzentriert ihre Kinder an den Bildschirmen mitgearbeitet haben. In diesem Moment hatten sie den Computer ernsthaft als Arbeits- und Kommunikationsmittel begriffen, nicht mehr als Spielzeug.

Nachdem die Schule wieder begonnen hatte, wurden wir Lehrer vom Datenschutzbeauftragten damit bedroht, dass wir bis zu 1000 € Bußgeld zu erwarten hätten, wenn wir während der home schooling Zeit gegen die Datenschutz Richtlinien verstoßen hätten. Wir alle arbeiten auf unseren privaten Laptops und mit eigenen Plattformen/Programmen, weil das Kultusministerium keine einheitliche Vorgehensweise kennt. Von den angeblichen Millionen für Digitalisierung an den Schulen ist bisher nicht ein einziger Cent angekommen. Auf Anfrage an den Datenschutzbeauftragten zu Beginn des home schollings, welche Plattformen empfohlen würden, gab es übrigens keine Antwort.

 

Nach der Wiederaufnahme des Schulbetriebs (11.05.2020), konnten wir zunächst nur mit je 10 Schüler max. arbeiten. Das war gut, um Rückstände aufzuholen. Die Sorge der Eltern, ob ihre Kinder den Übertritt an die folgende Schulform schaffen, war enorm groß und belastend. Einige Schüler kamen an die Schule völlig verängstigt und verunsichert zurück. Sie trauten sich kaum mehr in den Klassenraum zu gehen, standen (mit Maske) in den Hofpausen wie angeklebt an einer Stelle und trauten sich nicht mehr, mit ihren Mitschülern in Kontakt zu treten. Bei vielen Schülern war zu beobachten, dass sie sich permanent nach uns Lehrern umdrehten, um sich rückzuversichern, ob sie auch ja nichts falsch gemacht hatten. Eine meiner Schülerinnen, sprach kaum noch. Das betraf besonders solche Schüler, die mit ihren Eltern an deren Arbeitsplatz gehen mussten, weil es keine andere Betreuungmöglichkeit gab. Diese Schüler mussten oft am Arbeitsplatz der Eltern den ganzen Tag mit Maske herumlaufen.

Ein Schüler mit Lerngutachten, wird seit 4 Jahren von Sonderschulkollegen und mir gefördert, mit sehr guten Ergebnissen. Dieser Schüler benötigt sehr viel Zeit und Erklärung, wenn Neues/Veränderungen auf ihn zu kommen. Er konnte allein zu Hause nur bedingt arbeiten. Er verfiel durch die Fülle an neuen Verhaltensregeln wieder in alte Muster, verweigerte das Lernen zu Hause, wurde aggressiv und beschimpfte seine Mutter. Er äußerte große Angst vor dem Schulwechsel an die Regelschule, weil er dort deutlich älteren Schülern begegnen würde. Vor diesen fürchtet er sich. Dieser Junge braucht Ruhe, Stetigkeit und viele Wiederholungen, um sich an Veränderungen anzupassen.

Die Mutter wandte sich in ihrer Not an das zuständige Jugendamt um Hilfe (diese wird ihr seit Jahren von dort verweigert). Nun wurde der Schüler in eine Nachmittagsjugendgruppe gesteckt. Dort gibt es sehr verhaltensauffällige ältere Schüler. (Die Gruppe ist gar nicht für einen Viertklässler gedacht) Seine Angst vor solchen Schülern wurde also völlig ignoriert. Die Mutter hatte Einwände, weil es nur 3 Mal pro Woche Betreuung gibt, keine Hausaufgabenbetreuung erfolgt und die Betreuerin gar keine Erfahrung mit solchen Schülern hat. Das Jugendamt teilte ihr mit, dass sie wenigstens den Versuch machen müsse, das Angebot zu nutzen. Der Schüler sagte mir, dass er ganz verwirrt ist von den Corona Maßnahmen und dass er Angst hat, seine Mutti anzustecken, weil diese Vorerkrankungen hat (Lungenleiden). Das Jugendamt ist übrigens das Gleiche, in dessen Obhut die 2 Kinder in Altenfeld getötet wurden. Dieser Fall ging durch die Presse.

Die letzten Schulwochen habe ich darauf verwendet, den Schülern die Masken abzunehmen und ihre Verunsicherung zu zerstreuen. Sie haben aufgeschrieben, was sie bewegt und die Trennung von Freunden und Lehrern, das Fehlen des gemeinsamen Lernens, die Langeweile zu Hause, die Angst, ob man es an die nächste Schule schafft, waren die häufigsten Negativpunkte. Da die Kinder zu diesem Zeitpunkt einen Reifesprung machen, konnte ich ihnen viele Dinge erklären. Dazu gehören aber auch Fakten, die aus der Erwachsenenwelt stammen (wie z.B. Profitgier, Pharmaindustrie, Verschwörung, etc.), die nicht in Kinderköpfe gehören. Wie bei einem Scheidungskrieg, wurden die Kinder von unserer Regierung benutzt, um die Eltern gefügig zumachen.

Die Zeugnisübergabe, die sonst für Viertklässler an unserer Schule in feierlicher Form gemacht wird, wurde nun ohne Eltern abgehalten. Dieses konnte ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren und habe daher die Übergabe außerhalb der Schule im Freien organisiert. Mein Schulleiter machte sich die Mühe dorthin zu kommen und seine Abschiedsworte mit auf den Weg zu geben. Das ist im Bereich Bildung durchaus nicht selbstverständlich, dass einem der Schulleiter so den Rücken stärkt. Die Eltern wurden dazu eingeladen und waren unendlich dankbar, dass sie diesen wichtigen Tag des Abschieds miterleben durften. So etwas zu verweigern finde ich ungeheuerlich. Genauso wie die Verweigerung des Abschiednehmens von einem Sterbenden.

Nun eine Begebenheit aus meinem persönlichen Alltag: ich stand in einer Schlange am Supermarkt, weil die Einkaufswagen reduziert waren. Man musste warten, bis ein Kunde aus dem Markt kam, um dann einen freien Wagen zu bekommen. Vor mir stand ein Zweitklässler mit seiner Mutter und quängelte, warum er denn nicht einfach einen Wagen nehmen könnte. Er wollte nicht in dieser langen Schlange warten. Eine ältere Frau vor ihm drehte sich um und schnauzte ihn an, dass er eben nun mal warten müsste, wenn er etwas zu essen haben wolle. Ich wies diese Frau darauf hin, dass es sich bei dieser Maßnahme um eine massive Einschränkung unserer Grundrechte handele und dass die Nahungsbeschaffung an keine Bedingung geknüpft sein dürfe. Sie entgegnete darauf, dass wir keine Bilder wie in Bergamo haben wollten. An der Stelle wandte ich mich dem Jungen und seiner Mutter zu, die mir erklärte, dass sie schon öfter solcher Diskussionen gehabt hätte. Die älteren Leute hätten es regelrecht auf die Kinder abgesehen. Deutlich wird hier die Hetze von alt gegen jung, gesund gegen krank und die Verhetzung, Verängstigung, Verunsicherung der Menschen durch die Berichterstattung bzw. die gezielte Falschinformation von Politik, „Medizin“ (Wieler, Drosten).

Meine Emails an Herrn Spahn und Herrn Ramelow zur Rücknahme der Maßnahmen und der Impfzwang Ankündigung, der GEZ Auflösung blieben bisher unbeantwortet. Der Bürger hat, wie von Herrn Vetrinär Wieler verlangt, die Maßnahmen nicht mehr zu hinterfragen sondern sie einfach auszuführen. Dieses verweigere ich aber besonders angesichts der Tatsache, dass in NRW nun an der Maskenpflicht in Klassenräumen gebastelt wird.

Herzliche Grüße